Vereinschronik

Vorwort

Es gibt im deutschsprachigen Raum weit über eine Million Schützen. Sie schießen mit Armbrust, Bogen, Luftgewehr, Luftpistole, Vorderladern, Kleinkaliber- und Freigewehren, mit Flinten Skeet und Trap, mit Pistole und Revolver.

 

Sie schießen aus sportlichen Ambitionen, als Präzisions- oder Schnellfeuerschützen, um olympische Medaillen ebenso wie um die Königskette, um Scheiben, Pokale, in Mannschaftswettkämpfen oder einfach nur Salven in die Luft, weil Pulverdampf und Knall seit eh und je ein legitimer Ausdruck von Lust und Lebensfreude sind.

 

Schützen finden sich in Tausenden von Organisationen zusammen. Im offiziellen Schützenbund, in Gesell-, Genossen- und Bruderschaften, Vereinen und Gilden, Clubs und Zünften. Als Schützen im reinen Leistungssport, als königlich oder eidgenössisch privilegierte Feuerschützen, Gebirgs-, Weihnachts- und Silvesterschützen. Allen gemeinsam ist der zweifelsohne berechtigte Stolz auf eine Tradition, die nicht nur im Wettkampf, sondern auch in geselligen Formen ihren Ausdruck findet.

2015-2018

2015 feiert die SGR ihr 130-jähriges Bestehen. In diesem Jahr wird auch Reiner Gressel mit der Ehrennadel des BSSB in Gold ausgezeichnet. Seine ehrenamtlichen Leistungen in der Jugendarbeit und das Engagement für Vereinsbelange sind das Fundament eines jeden Vereinswesens, verdienen größten Respekt und sind damit alle Ehren wert. Für die Öffentlichkeit ist die SGR durch regelmäßige Veranstaltungen und Gesellschaftsabende wahrnehmbar, unter anderem im Vereinsvergleichsschießen 2015 und 2017, dem Schützenball, dem jährlichen Schafkopfturnier, das zusammen mit dem CTC organisiert wird, und dem Sommerfest.

 

2016 erreicht Tobias Meyer die deutsche Meisterschaft und wird sechster. Erich Stäblein wird erster Bogenkönig der SGR. Für seine Verdienste erhält Reiner Gressel das Protektoratsabzeichen des BSSB in Silber. Bauliche Erweiterungen betreffen im Jahr 2017 die Umgestaltung des Festplatzes auf dem Gelände hinter der Maximilian-Kolbe-Schule. Ein Neubau dient hier den Bogenschützen als Unterstand und kann zum Sommerfest als Küche umfunktioniert werden. 2017 hat die SGR den Verlust des verdienten Mitgliedes Elmar Wagenbrenner zu beklagen. Im zu Ehren wird eine Wanderscheibe eingeführt, die erstmal Abele Melissa gewann. Mit der Gemeinde kann man sich in diesem Jahr auf eine Vertragsverlängerung einigen, die der SGR das Schützenheim und zugehörige Liegenschaften bis 2050 sichert. Außerdem tritt die neue Satzung in Kraft, in der Ämterfunktionen, Legislaturperioden und Regeln für den Schießbetrieb überarbeitet werden. Intention dieser neuen Satzung soll es sein, die Vereinsgeschäfte zukunftssicher und moderner zu machen. Die Neuerungen, die sich mit dem Inkrafttreten der neuen Satzung ab Anfang Mai ergeben, sollen gewissen gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen Rechnung tragen.

 

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2018 kündigt sich ein Wendepunkt an. Nach über elf Jahren an der Spitze steht Rudolf Baumeister nicht mehr für eine Kanidatur bereit. Unter der Führung von Rudolf Baumeister konnten zahlreiche wichtige und zukunftsweisende Projekte verwirklicht werden, darunter der Umstieg auf elektronische Schießstände, der Anbau der Schützenhütte sowie die Gestaltung des Festplatzes am Schützenheim. Schwarze Zahlen in den Büchern des Vereins bezeugen seinen Weitblick und beweisen, dass er ein gut bestelltes Haus zurücklässt. Sein Nachfolger wird Rainer Fischer. Mit dem Tod von Arnulf Schlotter im Sommer 2018 verliert die SGR ein weiteres verdientes Ehrenmitglied. Tobias Meyer feiert indes Erfolge auf der deutschen Meisterschaft und auf der Weltmeisterschaft in Cheongju in Südkorea, wo er den 22. Platz belegt.

 

2010 - 2014

Tobias Meyer und Trainer Reiner Gressel

Im Eingangsbereich des Schützenhauses ist für unsere rauchenden Gäste eine Unterstellmöglichkeit in Planung. Weiterhin soll für unsere Müllbehälter eine Abstellbox geschaffen werden. Bereits realisiert werden konnte die Erneuerung der Lüftungsanlage im Jahr 2013. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde auch die Küche renoviert. Jüngste sportliche Erfolge sind mit der Teilnahme von Tobias Meyer an den deutschen Meisterschaften der Disziplin Luftpistole zu verzeichnen.

 

Seit 2014 besitzt die Schützengilde Rimpar eine moderne elektronische Schießanlage, die Treffer digital anzeigt. Auf herkömmliche Schießkarten kann so verzichtet werden. Mit der Ausstattung nehmen die Rimparer Schützen eine Vorreiterstellung im unterfränkischen Schießsport ein. Federführend war der erste Schießmeister Michael Grümpel an de Umbaumaßnahmen beteiligt.

2005 - 2009

Zwei langjährige Vorstandsmitglieder, Albrecht Wagenbrenner und Hans- Ulrich Leske, legten bei der Neuwahl am 8. April ihre Ämter aus Altersgründen nieder. Ihnen folgte der Schützenbruder Rudolf Baumeister als 2. Schützenmeister und Alex Fleder als Schriftführerin nach. Das Vereinsjubiläum „120 Jahre Schützengilde Rimpar“ wurde im Rahmen unseres Sommerfestes vom 16. – 17. Juli gefeiert. Nach der Hubertusmesse in der Pfarrkirche Rimpar folgte der Festzug zum Festgelände am Schützenhaus. 1. Schützenmeister Erich Kreutner gab das Amt des Vereinssprechers ab. Unsere Bogenschützen feierten ihren ersten großen Erfolg mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft. Als Ersatz für das verregnete Zeltlager vergnügten sich unsere Jugendmannschaften bei einem Ausflug in den Freizeitpark Rust. Erstmalig wurde mit unseren Freunden vom Motorradclub „Cool-Tour“ ein Schafkopfturnier durchgeführt.

 

Am 25. März beteiligten wir uns mit großem Einsatz an der Müllsammelaktion „Putzmunter“ des Landkreises Würzburg. Im Mai besuchten wir den Festkommers und das Fest der Freiwilligen Feuerwehr Rimpar. Für die Beschallung des Schützenhauses wurde eine neue Anlage erworben. Altersbedingt gab unsere Langjährige Schützenwirtin Anni Wagenbrenner am 31. August die Schützenwirtschaft ab. Brigitte Wagenbrenner übernahm den Wirtschaftsbetrieb. Werbetafeln für die Ortseingänge Rimpar wurden für den Königsball und das Sommerfest angeschafft. Das Projekt Bogenschießen im differenzierten Schulsport an der MKS verwirklichten wir mit Hilfe der Bogenabteilung unseres Vereines. Für das Sommerfest schafften wir zwei 3m x 9m große Zelte an. Eine Kanufahrt für die Jugend, mit einem „Weickersgrüben Revival“ für alt und jung, wurde mit großem Erfolg durchgeführt. Im Juni trat der 1. Schützenmeister Erich Kreutner zurück und der 2. SchütNeuwahl – den Vorsitz. Bedingt durch den Umbau der THNS im Herbst und Winter, wurde das Bogentraining von der Rimparer in die Maidbronner Halle verlegt.

 

Auf der Jahreshauptversammlung im März erneuerte sich das Schützenmeisteramt. 1. SM Rudolf Baumeister, 2. SM Roland Keidel, Schatzmeisterin Sabine Friewald und Schriftführerin Alex Fleder wurden in ihre Ämter gewählt. Im Schützenhaus trat das Rauchverbot in Kraft. An der Schützenhütte wurde ein über 20 000 Euro teuerer Anbau geplant und durchgeführt. Unsere neu angeschafften Damenuniformen stellten wir beim Jubiläumsfestzug in Rohrbach vor. Brigitte Wagenbrenner gab den Wirtschaftsbetrieb aus beruflichen Gründen ab. Jutta Öchsner erklärte sich nach intensiven Gesprächen bereit, unsere neue Schützenwirtin zu werden. Erstmalig wurde das bisherige Musikkonzept des Königsballes, von einer Big-Band auf eine 4-köpfige Profiband mit dem Namen „Voyage“, umgestellt. Der große Erfolg gab uns Recht. Der Anbau der Schützenhütte wurde fertiggestellt und eingerichtet. Die durch einen erneuten Wasserschaden im Bürobereich notwendig gewordene technische Erneuerung der Büroausstattung wurde durchgeführt. Durch den Erlös aus dem Verkauf mehrerer Altwaffen, konnte eine neue Pressluftpistole erworben werden. In die Ausstattung der Küche waren weitere Investitionen erforderlich.

 

Bei der Jahreshauptversammlung musste ein Nachfolger, für die aus beruflichen Gründen zurückgetretene Schriftführerin, gefunden werden. Herbert Escher stellte sich für dieses Amt zur Verfügung und wurde von der Versammlung gewählt. Die Versammlung beschloss ebenfalls, den Jahresbeitrag der SGR in zwei Schritten um insgesamt 5 Euro zu erhöhen. 1. Schützenmeister Rudolf Baumeister wurde zum Vereinssprecher von Rimpar gewählt und gehört damit für seine Amtszeit zum Seniorenrat der Marktgemeinde. Eine Nachricht vom Auflösen der Band „Voyage“ zwang uns, eine neue Band für unseren Königsball zu finden. Die Vorstandschaft entschied sich für die „Klaus Hörmann Band“ aus Nürnberg und traf damit, wie sich am Ball herausstellte, voll ins Schwarze! Unser Jungschütze Nico Probst erreichte mit der Luftpistole über die Gau-, Bezirks-, und die bayerischen Meisterschaften – als erster Rimparer Schütze überhaupt – die Deutschen Meisterschaften.

 

Die schreckliche Untat von Winnenden bedauern auch wir Rimparer Schützen sehr. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer dieses schlimmen Ereignisses. Der Generalverdacht der Unzuverlässigkeit der Schützen, seit diesem und anderen schrecklichen Ereignissen, ist jedoch bei weitem überzogen! Die SGR weist hier ausdrücklich darauf hin, dass wir nur der Luftpistole, dem Luftgewehr und dem Bogensport verschrieben sind! Bei der SGR sind in der 125-jährigen Geschichte noch keine Gefährdungen oder Schädigungen von Personen oder Sachen vorgefallen!

2000 - 2004

2000: (v.l.): Paul Fleder (letztjähriger Schützenkönig), Erich Kreutner (1. Schützenmeister), Roland Keidel (2. Ritter), Rudi Baumeister (Schützenkönig 2000), Thomas Wagenbrenner (1. Ritter), Andreas Kneitz (Jugendprinz) und Albrecht Wagenbrenner (2. SM)

Ein neues Kapitel der Schützengilde wurde mit der Gründung einer Bogenabteilung aufgeschlagen. Als Trainingsgelände konnten die ehemaligen Tennisplätze von der Gemeinde angemietet werden. Für die Sicherheit, welche bei uns oberste Priorität hat, wurde – extra aus den USA – ein Fangnetz mit 80 Meter Länge und 3 Meter Höhe angeschafft. Das ehemalige Tennisheim konnte von der ASV-Tennisabteilung übernommen und teilrenoviert werden. Der Vertragsabschluss im April mit der Gemeinde war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der SGR. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 50-jährigen Wiedergründung der SGR, verbunden mit unserem Sommerfest, wurde das Bogenschießen der Bevölkerung offiziell vorgestellt. Zur besseren Ausleuchtung des Gehweges zum Schützenhaus, entlang der Schule, wurden zwei weitere Beleuchtungskörper installiert. Die elektrischen Bauteile der Kühltheke im Schützenhaus mussten erneuert werden. Großer Einsatz an der Schützenhütte! Da die Fußböden durchgestockt waren, wurde eine neue Bodenplatte aus Beton eingebaut. Diese gibt heute der Schützenhütte ihre Standfestigkeit. Ein neuer Fliesenbelag sorgt für die nötige Trittsicherheit in den neu gestalteten Räumen. Sicherheitsbedenken von einigen Anliegern des Bogenschießplatzes, führten – unter Einbeziehung des damaligen Bürgermeisters Anton Kütt – zu Verhandlungen und Gesprächen mit den Beteiligten. Nachdem für beide Seiten kein befriedigendes Ergebnis erzielt wurde und ein langer Rechtsstreit drohte, konnte – mit Zustimmung der Gemeinde – das Training der Bogenschützen auf den Hartplatz am Schulgelände verlegt werden.

Anlässlich des 50-jährigen Gründungsfestes des Schützengaues Würzburg nahmen wir mit über 40 Schützinnen und Schützen am Jubiläumsfestzug teil. Federführend durch unseren Schützenbruder Roland Keidel wurde – mit vielen Schützenmitgliedern als Helfer – der zweite Bauabschnitt an der THNS durchgeführt. Die Schützenjugend vergnügte sich an Pfingsten bei einem 5-tägigen Zeltlager in der Nähe von Bad Kissingen. Die wieder einmal durchgeführte Schützenfahrt, die uns in die weinselige Pfalz führte, ist bei vielen Teilnehmern noch heute in guter Erinnerung.

1996 - 1999

Das mediale Zeitalter wurde bei der Schützengilde eingeläutet. Eine PC-Anlage mit Drucker wurde angeschafft. In den Schützenräumen wurde ein – längst überfälliges – Büro mit den entsprechenden Möbeln eingerichtet. Die Pflasterung des Gehweges entlang der Schule zum Schützenhaus führten wir in Eigenregie durch. Die Generalsanierung des Schützenhauses wurde in Angriff genommen. Nach 20 Jahren war diese Renovierung notwendig geworden. Neue rutschsichere Fußböden, die Erneuerung der Schießstände inklusive ihrer Beleuchtung, ein neuer Farbanstrich in allen Räumen und der Einbau einer neuen Küche ließen das Schützenhaus in neuem Glanz erstrahlen. Auch die Behebung von Wasserschäden in unserem Büro, verursacht durch defekte Rohrleitungen der Schule waren notwendig. Tatkräftig wurden auch die Umbaumaßnahmen in der THNS durch viele unserer Mitglieder unterstützt.

1995

Der Höhepunkt des Jahres 1995 war die 110-Jahresfeier der SGR. Am 30. Juni wurde im Rittersaal der Kommersabend feierlich begangen. Höhepunkt war die Überreichung der Sportplakette des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog an die SG Rimpar durch die bayerische Sozialministerin Frau Barbara Stamm. Vom 7. – 10. Juli wurde auf dem Festplatz der Gemeinde in einem 2000-Mann-Zelt mit der ganzen Gemeinde Rimpar gefeiert. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren am Sonntag die Hubertusmesse und der Schützenfestzug, mit über 50 Gastvereinen ein weiterer Höhepunkt. Als Dank für den großartigen Einsatz der fast 100 Helfer wurde eine Fahrt nach Geiersthal im Bayerischen Wald organisiert und durchgeführt.

1985 - 1995

Das Jahr 1985 brachte der Schützengilde Rimpar das 100-jährige Gründungsfest. Nach ca. 2-jähriger Vorbereitung konnte das Fest vom 14. bis 17.06.1985 stattfinden. Neben dem Kommersabend, an dem viele Mitglieder der Schützengilde Rimpar aufgrund ehrenamtlicher Tätigkeiten geehrt wurden, war besonders der Schützenfestzug am Sonntag, 16.06.1985 der Höhepunkt des 100-jährigen Jubiläumsfestes. Neben den Ortsvereinen haben uns viele Schützenvereine des Schützengau Würzburg durch ihre Teilnahme erfreut. Nach diesem erfolgreichen Fest kehrte wieder etwas Ruhe ein. Im Spätjahr 1985 haben wir alle Helferinnen und Helfer zu einer Wochenendfahrt in den Bayerischen Wald eingeladen. Alle Teilnehmer schwärmen noch heute von dieser lustigen und feuchtfröhlichen Tour.

 

Im Frühjahr 1990 standen Neuwahlen an, die eine besondere Bedeutung hatten, da der 1. Schützenmeister Paul Riedmann nach neunjähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte. Mit Erich Kreutner wurde ein aktiver Schütze für das Schützenmeisteramt gewonnen und von der Mitgliederversammlung gewählt. Im Oktober 1990 veranstaltete die Schützengilde Rimpar als erster Verein nach der Grenzöffnung einen Wochenendlehrg für Luftgewehr und Luftpistolenschützen im Leistungszentrum Suhl-Friedberg. Sowohl der sportliche, als auch der gesellschaftliche Erfolg dieses Wochenendes konnte sich wirklich sehen lassen. Die Teilnahme an Schützenveranstaltung war für die Schützengilde Rimpar schon immer Verpflichtung. Hier sind besonders die Festzüge der HSG Würzburg und der Schützengesellschaft Estenfeld im Jahre 1992 zu erwähnen. Besonders die Übernahme der Patenschaft zur Fahnenweihe der Schützengesellschaft Estenfeld stellte eine ehrenvolle Aufgabe dar. Unsere eigene Schützenfahne aus dem Jahre 1960 bedurfte einer dringenden Restaurierung. Ordensschwestern aus Passau haben dies in mühseliger Handarbeit hervorragend gemeistert. Die Segnung der „neuen Fahne“ fand im Rahmen eines feierlichen Schützengottesdienstes am 6. Januar 1993 statt. Ein weiterer Meilenstein in der jüngsten Geschichte der Schützengilde Rimpar war die Erneuerung der Entlüftungsanlage in unserem Schützenheim. Nach dem Motto „wenn wir etwas machen, machen wir es richtig“ haben wir mit großem finanziellen Aufwand von einer Rimparer Fachfirma eine neue Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung in unserem Schützenheim installieren lassen. Sparsame Haushaltsführung in den vielen Jahren zuvor und der allgemeine Wunsch nach reiner und angenehmer Atmosphäre in unseren Schützenräumen hat unseren Entschluß und die Durchführung dieser Maßnahme erleichtert.

 

Die sportliche Entwicklung in diesen Jahren konnte sich ebenfalls sehen lassen. Gerade unsere Jungendschützen haben durch hervorragende Ergebnisse und Platzierungen in den Rundenwettkämpfen und Meisterschaften auf sich aufmerksam gemacht. Seit ca. zwei Jahren haben wir in unserem Schützenbruder Hans-Jürgen Schorn einen hochqualifizierten Trainer in unseren Reihen. Erster spürbarer Erfolg war eine weitaus höhere Trainingsbeteiligung und daraus resultierend der sportliche Erfolg. Im Oktober 1994 wurde zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte für die aktiven Schützen ein Wochenendlehrgang bei unseren Schützenfreunden in Kleinheubach abgehalten.

 

Neben dem sehr intensiven Training unter Anleitung unseres Trainers Hans-Jürgen Schorn konnte auch die Kameradschaft durch viel Geselligkeit an den Abenden gefestigt werden. Ein sehr großes Anliegen für uns war schon immer die Förderung des Nachwuchses. Nach dem Beschluß des Bayerischen Sportschützenbundes, das Eintrittsalter von bisher 12 Jahre auf 8 Jahre herunterzusetzen, haben wir sofort reagiert und am 1. November 1994 einen „Tag der offenen Tür“ in unserem Schützenheim veranstaltet. Bedingt durch die hervorragende Vorarbeit unserer Jugendleitung konnten sehr viele Interessenten begrüßt werden. Ca. 20 Mädchen und Jungen besuchen seitdem die Trainingsabende mit bereits beachtlichem Erfolg. Großes Anliegen ist für uns auch die Tatsache, daß wir mit den Eltern unseres „Nachwuchses“ immer Kontakt pflegen. Unser Bemühen wird auch in Zukunft der Erhaltung des Schützenbrauchtums und der Förderung des Sportschießens gelten. Diese hohen Ziele sind zu verwirklichen, wenn alle Mitglieder und Freunde der Schützengilde Rimpar dazu ihren Beitrag leisten.

1977 - 1984

Da nun auch ein eigener Wirtschaftsraum zur Verfügung stand, war es notwendig geworden, aus den Reihen der Mitglieder Interessenten zu finden, welche die Bewirtung der Schützen an den Trainingsabenden übernahmen. Dieses Problem konnte gelöst werden. Schützenehepaare übernahmen im Turnus von einem Monat diese Aufgabe. Später übernahmen dankenswerter Weise die Schützenschwestern Anni Wagenbrenner, Elli Höflmayr und Inge Ritzel die Bewirtung. Das neue Schützenheim bewirkte einen starken Zustrom von Neumitgliedern, so dass sich die Vereinsführung gezwungen sah, ab 1.4.1977 eine Aufnahmegebühr zu erheben. Am 15.4.1977 fand eine Besichtigung der neuen Schießanlage durch die Vertreter der Gemeinde statt. Am 17.6.1977 wurde die Anlage der Rimparer Bevölkerung vorgestellt. Die vorbildliche Leistung fand allgemein Anklang. Im Jahr 1978 wurde erstmals ein Vereins-Vergleichsschießen der örtlichen Vereine durchgeführt. 240 Teilnehmer kämpften um den Pokal und Sachpreise.Beste Mannschaft und Gewinner des Wanderpokales war die RiKaGe. Im sportlichen Bereich konnten aufgrund der optimalen Trainingsmöglichkeiten erste Früchte geerntet werden. Die Mannschaften Luftgewehr/ Jugend, Luftgewehr/Schützenklasse und Luftpistole/ Schützenklasse errangen in ihren Gruppen die Meisterschaft.

 

Das Jahr 1979 stand ganz im Zeichen der Jugend. Durch eine gezielte Werbeaktion wurde die Rimparer Jugend angesprochen und eingeladen, sich im Sportschießen zu versuchen. Ein Vergleichsschießen mit den Jungschützen aus Bischofsheim/Rhön, verbunden mit viel Geselligkeit, brachte eine willkommene Abwechslung. Im Jahr 1980 konnte ein weiterer Schießraum ausgebaut werden, so dass nunmehr 14 Schießstände zur Verfügung standen. Wiederum zeigte sich, dass Gemeinsinn diese erneute Baumaßnahme ohne Probleme bewältigte. Besonders muss jedoch hier erwähnt werden, dass ohne die jahrzehntelange, umsichtige und sparsame Verwaltung der Finanzen durch Schatzmeister Dr. Mehling die Finanzierung der Baukosten unseres Schützenheimes nicht möglich gewesen wäre.

 

1981 – Führungswechsel an der Spitze der Schützengilde. Neuer Schützenmeister wurde Paul Riedmann. Neun Jahre hatte Hans Lorenscheit den Verein geführt. Für seine großen Verdienste um den Verein wurde er von der Versammlung einstimmig zum Ehrenschützenmeister ernannt. Auch für die neugewählte Vorstandschaft blieb und bleibt die wichtigste Aufgabe, das Vereinsleben stetig zu aktivieren. Ein erstmals ausgerichtetes Schafkopfturnier sollte neben vielen anderen Veranstaltungen hierzu beitragen. Entwürfe für eine Kleinkaliber-Schießanlage im geplanten Sportzentrum der Hauptschule wurden erarbeitet und einem Architekten zur Erstellung eines Kostenvoranschlages vorgelegt. Wie sich jedoch herausstellte, wäre die finanzielle Belastung für den Verein zu groß geworden, so daß auf das Vorhaben verzichtet werden musste. Nach Jahren, geprägt von Bautätigkeit und starker Mitgliederexpansion, kehrte wieder etwas Ruhe ein. Man konnte sich endlich den eigentlichen Vereinsaufgaben, nämlich Förderung des Sportschießens, ganz besonders in der Jugendarbeit, und Förderung der Geselligkeit widmen. Modernisierungen im Wirtschaftsbereich und an den Schießanlagen trugen dazu bei, den Aufenthalt im Schützenheim noch angenehmer zu gestalten.

1973 - 1976

Die unerwartete Mitteilung des Schützenwirtes, das Schießlokal anderen Zwecken zuführen zu wollen, veranlasste die Vorstandschaft nach einer neuen Bleibe zu suchen. Zunächst bot sich das Gelände der Brauerei Klotzbücher in der Günterslebener Straße an. Die ersten Verhandlungen mit dem Eigentümer wurden aufgenommen. Wieder wurden vom „Schützenarchitekten“ Josef Wagenbrenner Pläne angefertigt, die am 22.1.1974 als Bauanfrage an die Gemeinde gingen. Über die Bauanfrage brauchte jedoch nicht entschieden werden, da sich in Sachen „Neue Schießanlage“ eine weitere Möglichkeit geboten hatte. Wie eine Besichtigung im Juli 1974 ergab, zeigten sich die nicht ausgebauten Räume im Kellergeschoss der neuen Hauptschule, die beim Bau der Schule allein aus statischen Gründen entstanden waren und beinahe aufgefüllt worden wären, als bestens geeignet für die Zwecke der SG Rimpar. Sofort wurden mit der Gemeinde Verhandlungen aufgenommen.

 

Am 19.6.1975 stimmten der Gemeinderat und der Schulverband unserem Antrag auf Überlassung der Kellerräume in der neuen Schule zu. Ein neues Kapitel in der Geschichte der Schützengilde begann. Der erste Spatenstich fand unter Leitung des Schützenbruders Albrecht Wagenbrenner am 6.12.1975 statt. Um eine Vereinheitlichung der Schützenkleidung zu erreichen, wurden neue Schützenhemden und Abzeichen angeschafft. Dies war auch wegen der zahlreichen Teilnahmen an Festzügen notwendig geworden. Im Jahr 1975 wurde auch das 25-jährige Gründungsfest seit Wiedergründung gefeiert. Ein Heimatabend war der gesellschaftliche Höhepunkt dieses Jubiläums. Im sportlichen Bereich war die Einführung des Luftpistolenschießens neben dem Luftgewehr das wichtigste Ereignis. Nach kurzer Trainingsphase wurde eine Mannschaft gebildet, die sofort an den Rundenwettkämpfen teilnahm.

 

Am 5.2.1976 wurde der Mietvertrag mit der Gemeinde Rimpar auf 50 Jahre abgeschlossen. Trotz der baulichen Maßnahmen und Aufgaben, die von einer großen Anzahl von Schützenmitgliedern mitgetragen wurden, vergaß man das gesellschaftliche Leben nicht. Die erste Auslandsfahrt führte vom 16.6. – 20.6.1976 nach Paris und wurde dank großartiger Organisation zum unvergesslichen Erlebnis. Nach einem Jahr konzentrierter Arbeit und unermüdlichen Fleißes vieler Mitglieder und Freunde der Schützengilde – es wurden nicht weniger als 4000 Arbeitsstunden geleistet – konnte am 18. 12. 1976 Richtfest gefeiert und das Schützenheim eingeweiht werden.

1968 - 1972

Der seit 1955 jährlich veranstaltete Königsball fand erstmals 1968 in der Turnhalle statt, die die Gemeinde freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Durch die größere Platzkapazität war es wieder möglich geworden, befreundete Schützenvereine einzuladen. Auch war die Resonanz der Rimparer Bürger so enorm gewachsen, dass das Platzangebot der Turnhalle unbedingt erforderlich war.

 

Nach langen, verdienstvollen Jahren als 1. Schützenmeister wurde im Jahre 1969 Dr. Laurenz Kenn von der Versammlung einstimmig zum Ehrenschützenmeister ernannt.

Bei der Neuwahl am 25.3.1972 zeichnete sich erstmals ein Generationswechsel ab. „Jungschützen“ übernahmen wichtige Ämter in der Vorstandschaft und damit Verantwortung für die Entwicklung der SG Rimpar. Eine der ersten Aufgaben der neuen Vereinsführung war die Bildung eines Schießausschusses und eines Vergnügungsausschusses. Beide Gremien hatten die Aufgabe, in ihren Bereichen Maßnahmen zu erarbeiten und gemeinsam mit dem Vorstand durchzuführen.

1960 - 1967

Am 6.1.1960 wurde die neue Fahne feierlich während eines Gottesdienstes geweiht. Eingeladen waren zu diesem Fest auch alle Mitglieder des vor dem Krieg bestandenen KK-Schützenvereines. Insgesamt 29 Mitglieder des damaligen Vereines nahmen an dieser Feier teil. Die Patenschaft im Rahmen der Fahnenweihe übernahm die Schützengesellschaft Hubertus Versbach.

 

Bei der Hauptversammlung im Jahre 1960 wurde beschlossen, den 1. Schützenmeister künftig auf drei Jahre zu wählen. Entsprechende Änderungen in der Satzung und im Vereinsregister wurden vorgenommen. Weiterhin wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Beschluss gefasst, das 1954 erworbene Grundstück zu verkaufen, da es außerhalb des Bebauungsplanes lag und auf den Bau des Schützenhauses aus Kostengründen verzichtet werden musste. In diesem Zusammenhang beschloss man einstimmig den Ausbau der Schießanlage im Vereinslokal „Zum Zapf“, da aufgrund der Mitgliederentwicklung ein ordentlicher Schießbetrieb nicht mehr gewährleistet war.

 

Besonderen Anklang fand das vom 5. 8. – 7. 8. 1961 durchgeführte Schützenfest. Als besondere Attraktion fand ein Fußballspiel zwischen der Schützengilde und dem Gemeinderat statt, welches der Gemeinderat für sich entscheiden konnte. Im Rahmen einer kleinen Adventsfeier wurde das neu ausgebaute Schützenlokal am 16. 12. 1961 eingeweiht. Statt bisher zwei standen nun sechs Schießstände zur Verfügung. Für die schießsportliche Entwicklung der SG Rimpar ein wichtiger Schritt. Die positive Entwicklung des Vereinslebens machte es notwendig, der Vorstandschaft größere Entscheidungs-spielräume zuzugestehen. Finanzielle Förderung erfuhr die Schützengilde durch die Gemeinde, die die örtlichen Vereine nach Mitgliederzahlen mit Zuschüssen bedachte. Die Hilfe der Gemeinde wurde dankbar angenommen.

 

Das stete Ansteigen der Mitgliederzahlen und der damit verbundene erweiterte Schießbetrieb, insbesondere die Anschaffung weiterer Sportwaffen, verursachten zwangsläufig erhebliche Mehrausgaben, die allein durch Beitragserhöhungen nicht gedeckt werden konnten. Ein an den Landkreis gerichteter Zuschussantrag scheiterte zunächst daran, dass der Schießsport noch nicht als förderungswürdig anerkannt war. Erst Jahre später wurde die Anerkennung ausgesprochen und Zuschüsse für die Jugendarbeit auch der SG Rimpar gewährt. In diesen Jahren wurde erstmals eine Jugendgruppe aufgebaut, die auch gesondert trainierte. Die sportlichen Erfolge bestätigten die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Besonderes Ereignis im Jahr 1967 war die Übernahme der Patenschaft der Schützengilde Retzstadt anlässlich der dortigen Fahnenweihe.

1955 - 1959

Volkstrauertag 1958 – Teilnehmer von vorne links nach hinten: Josef Will, Daniel Hartmann, Oskar Emmert, Josef Pausch, Donat Heinrich, Rudolf Vey, Max Schömig, Franz Issing, Hans Brand, Emil Heinrich, August Klein, Günther Machura, Ludwig Sollfrank, Franz

Im Jahre 1955 war die Übernahme der Patenschaft der Schützengesellschaft Hubertus Versbach anläßlich des Stiftungsfestes mit Fahnenweiheund Gauschießen für die SG Rimpar Ehrensache. In diesem Jahr wurden neue Vereinsabzeichen (Wappen der Gilde) angeschafft.

Im Jahre 1956 führten Auseinandersetzungen wegen eines vorgesehenen Wechsels des Schützenlokales zum Rücktritt der Vorstandschaft. Nach der Wahl der neuen Vorstandschaft im Januar 1957 kehrten wieder Ruhe und Sachlichkeit ein. Das bisherige Vereinslokal wurde beibehalten. Im Jahre 1959 wurde erstmals eine Überprüfung der Schießstände durch die Gemeindeverwaltung verlangt, welche auch termingerecht stattfand und zu keinen Beanstandungen führte. Weiterer Meilenstein in der Geschichte der SG Rimpar war die Beschaffung einer Schützenfahne, welche vom Schützenbruder Zündt und durch Spenden von Schützenmitgliedern finanziert wurde.

1951 - 1954

Überreichung der Königsscheibe 1951 an Oskar Emmert (li.) durch den 1. Schützenmeister Rudolf Vey (re.)

Ab 1.1.1951 regelte die nach den Richtlinien des Bayerischen Sportschützenbundes München erlassene Satzung das Vereinsleben der Schützengilde. Nachdem nun die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen waren, konnte man sich den eigentlichen Aufgaben widmen, den Schießsport zu üben und sich in Wettkämpfen zu messen.

Selbstverständlich wurde auch die Geselligkeit an den Schützenabenden sehr gepflegt und traditionsgemäß weitergeführt. Erstaunlich war, dass an den Trainingsabenden sich regelmäßig ca. 20 Personen im Luftgewehrschießen versuchten. Der damals in Rimpar tätige Kaplan Ott war ein engagierter Teilnehmer an den Schießabenden und wurde von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

Feier zur Ehrung des 1. Schützenkönigs 1951. Hinten v.l.n.r.: Nomensen, F. Kraus, R. Joachim, O. Emmert, R. Vey, Dittmer, W. Brand, T. Specht, H. Schäfer, W. Dotterweich

Am 3.8. und 4.8.1952 fand das 1. Schützenfest in Rimpar statt. Die Brauerei Klotzbücher stellte hierzu das Festzelt zur Verfügung. Die Bevölkerung Rimpars feierte begeistert mit. Durch die positive Entwicklung der SG Rimpar ermutigt, beschloß man im Jahre 1953, ein eigenes Grundstück für ein evtl. später zu errichtendes Schützenhaus zu erwerben. Gekauft wurde das Grundstück Plan Nr. 4121, Beckenbaum-Ackerland. Im Oktober desselben Jahres legte Schützenbruder Josef Wagenbrenner einen fertigen Plan zum Bau eines neuen Schützenhausesvor. Der Kostenvoranschlag belief sich bei 1205 cbm umbautem Raum auf ca. DM 60 000,-.

 

Im Jahre 1954 wurde das im Jahr zuvor erworbene Grundstück mit einem geeigneteren der Bayerischen Landessiedlung München getauscht, das nun im Bereich „Am Mühlenberg“ an der Burggrumbacher Straße lag. Im gesellschaftlichen Bereich wurden viele Kontakte zu anderen Vereinen Rimpars und der Umgebung neu geknüpft und bestehende durch Teilnahme an Festlichkeiten und Wettkämpfen vertieft. Ein Novum in der Vereinsgeschichte war die Gründung einer selbständigen Damenriege.

Wiedergründung 1950

Erst nach dem Ende des Krieges konnte sich das Schützenleben in unserer Gemeinde neu entfalten und organisieren. Am 18. 11. 1950 gründeten 14 Rimparer die „Schützengilde Rimpar“. Initiator und Einberufer war Rudolf Vey. Weitere Gründungsmitglieder waren: Adolf Knorz, August Klein, Willi Beck, Ronald Memel, Franz Roßdeutsch, Oswald Heller, Dr. Laurenz Kenn,Hans Schäfer, Josef Weilnhammer, Franz Vey, Franz Kraus, Otto Leuschner und Willi Dotterweich. Die vorgenannten Gründungsmitglieder wählten Rudolf Vey zum 1. Schützenmeister, zu seinem Vertreter Franz Kraus, zum Schriftführer Franz Vey und Willi Dotterweich, zum Kassier Franz Roßdeutsch und zum Schießwart Adolf Knorz. Als Vereinslokal wurde die Gaststätte E. Schömig bestimmt. Ferner wurde eine Aufnahmegebühr von DM 2,- und ein Monatsbeitrag von DM -‚50 festgelegt. Wurde ein Mitglied arbeitslos, so entfiel in dieser Zeit der Beitrag. Als Erstausstattung standen ein Schießschrank und ein Luftgewehr, welches vom Schützenbruder Franz Kraus gestiftet wurde, zur Verfügung. Die wertvolle Königskette konnte vom letzten Träger, Gottlieb Trischler, über die Kriegs-zeit gerettet werden und stand dem Verein wieder zur Verfügung. Am 14.12.1950 beschloss die Generalversammlung, die SG Rimpar ins Vereinsregister eintragen zu lassen.

1885 - 1945

Schützenfest in Karlstadt am 6.6.1937. Teilnehmer aus Rimpar: Franz Riedmann, Arthur Riedmann, Franz Eitel und Alfred Fischer

Die Chronik eines Vereines basiert üblicherweise auf Unterlagen, schriftlichen Aufzeichnungen und amtlichen Nachweisen. In unserem Falle fehlt jedoch ein solcher Nachweis für den Zeitraum vom Gründ-ungsjahr 1885 bis zum Verbot der SG Rimpar durch die Besatzungsmächte im Jahre 1945. Nachforschungen ergaben, dass aus Furcht vor Repressalien sämtliche bis dahin aufbewahrten Unterlagen vernichtet wurden.

Dennoch erinnern sich einige Schützen-mitglieder, die vor dem Krieg schon dabei waren,dass in Gemeindeunterlagen erstmals im Jahre 1885 ein „Zimmerstutzen-Schützenverein“ erwähnt wurde. Nicht lange danach wurde ein „Kleinkaliber-Schützenverein“ gegründet, welcher sein Domizil im Gasthaus „Zum Goldenen Hirschen“ hatte. Im Jahre 1933 schlossen sich beide Vereine zusammen und nannten sich fortan „KleinkaIiber-Schützenverein“.

Neben der Geselligkeit wurde in erster Linie das sportliche Schießen geübt. Auch wurden z. B. Sommerschießen in Einsiedel und im Schloß Grumbach veranstaltet, an denen sich Schützen wie August Ohrlein, Dr. August Dellert, Apotheker Schuster, Lehrer Bär, Lehrer Rachawin, Ludwig Reitzenstein, Georg Schömig (Hollerschorsch), Forstmeister Lindersberger und Demling, Emil Schömig, Franz Leipold, August Benkert, Karl Kraus, Jakob Gillinann, Lehrer Alin und Lehrer Mauer beteiligten. Wie schon erwähnt, wurde die Entwicklung des „KK-Schützenvereines Rimpar“ durch den Beginn des 2. Weltkrieges jäh unterbrochen und über Jahre hinweg stillgelegt.