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Paralympics in Tokio als nächstes Ziel

Tobias Meyer aus Rimpar wird deutscher Vize-Meister

Das Debüt in der Erwachsenenklasse SH1 für körperbehinderte Schützinnen und Schützen war für den Rimparer Schützen Tobias Meyer ein voller Erfolg. Mit einem Ergebnis von 556 Ringen reichte es bei der Deutschen Meisterschaft im Sportschießen für den zweiten Platz in der Disziplin Luftpistole. Doch auch wenn die Silbermedaille den bisher größten Erfolg für Meyer auf nationaler Ebene darstellt, zeigt er sich nicht richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Nach eigenen Worten wäre sogar noch mehr drin gewesen und die Differenz von zwei Ringen auf den Erstplatzierten mit ein bisschen mehr Konzentration aufzuholen gewesen. Den „Siebener in der vierten Serie“ habe er beispielsweise kommen sehen. Nach hinten wurde die Zeit dann knapp und er musste sogar an Tempo zulegen. Im Schießsport sind eigentlich Rhythmus und Ruhe wichtige Parameter für den sportlichen Erfolg. Klar ist aber, dass höhere Trainingsergebnisse nicht als valider Erwartungshorizont für eine Meisterschaft gelten können. Nervosität und veränderte Schießbedingungen wie beispielsweise andere Lichtverhältnisse beeinflussen die Leistung und Performanz im Wettkampfmodus, sodass man von der Trainingsbestleistung immer ein paar Ringe abziehen muss.  

Tobias Meyer (links) von der Schützengilde Rimpar mit dem deutschen Meister Jürgen Weiß und Jan-Oliver Waßmann bei der Siegerehrung auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück. Foto: Lothar Abele

Mit dem aktuellen deutschen Meister Jürgen Weiß vom in der Oberpfalz gelegenen Schützenverein Germania Großalbershof bestritt Meyer vor kurzem erst die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Para-Sportschießen in Sydney. Hier lag Meyer sogar vor Weiß und konnte sich im Gegensatz zu seinem Mitstreiter für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Bis zum Turnier Mitte Oktober besucht Meyer noch mit zwei weiteren bayerischen Schützen Trainingslehrgänge in Suhl, um sich dort im Nationalkader gezielt und intensiv auf die Herausforderung in Australien einstellen zu können. Bevor es jedoch in die heiße Phase der Vorbereitung für Sydney geht, beginnt Anfang Oktober für Meyer die neue sportliche Saison in der zweiten Bundesliga. Seit einem Jahr schießt er in der zweiten Mannschaft für den Verein Kelheim-Gmünd, die in der vergangenen Saison die Tabelle anführten.

 

Als weiterer Trainingsstandort neben dem in seinem Heimatverein Rimpar dient Meyer auch noch das Schützenhaus in Eibelstadt. Zusammen mit seinem Trainer Harald Gretsch verbessert Meyer hier seine Technik und steckt sich weitere sportliche Ziele. Eines davon ist die Teilnahme an der Paralympics in Tokio 2020. Um das zu erreichen, bedarf es einer guten Platzierung und damit eines Ergebnisses von ca. 560 Ringen bei der Weltmeisterschaft in Sydney. Die Erholungsphase nach der Deutschen Meisterschaft wird für Meyer dementsprechend kurz ausfallen.

gez. Lukas Kütt